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Diabetes Typ-2

Diabetes Typ-2 – Der “Alterszucker” als Volkskrankheit Nr. 1

Der Typ-2 Diabetes ist die häufigste Form der Diabeteserkrankungen. Im Sprachgebrauch hört man noch den Begriff „Altersdiabetes“ als Synonym für den Typ-2-Diabetes. Dies liegt daran, dass die Häufigkeit dieses Typs mit dem Alter stark zunimmt. Während ab dem 50. Lebensjahr bereits jeder Zehnte an Diabetes leidet, gehen Schätzungen davon aus, dass ab dem 80. Lebensjahr sogar jeder Dritte an Diabetes erkrankt ist.

 

Der Begriff Alterszucker im Gegensatz zur Realität

Dies heißt aber nicht, dass Kinder und Jugendliche nicht auch am Typ-2 Diabetes erkranken können – im Gegenteil: Die Häufigkeit dieser Form des Diabetes nimmt auch in diesen Altersgruppen deutlich zu. Dies liegt vor allem daran, dass immer mehr Kinder und Jugendliche zu dick sind. Übergewicht gilt neben einer genetischen Veranlagung als Hauptursache des Typ-2 Diabetes. Warum?

Übergewichtige Menschen schütten nach dem Essen deutlich mehr Insulin aus als Normalgewichtige. Wenn sich aber längerfristig zu viel Insulin im Blut befindet, sinkt die Wirksamkeit des Insulins – man spricht von der sog. Insulinresistenz. Der Organismus reagiert zunehmend unempfindlich auf das Insulin. Wie in den Diabetes Grundlagen beschrieben, bedeutet das, dass die Schlüssel des Insulins nicht mehr richtig in die Schlösser der Zellen passen und die Körperzellen die Glukose aus dem Blut nicht mehr so gut aufnehmen können. In der Folge steigt die Glukosekonzentration im Blut an.

 

Schleichender Krankheitsverlauf der Zuckerkrankheit Diabetes Typ-2

Im frühen Stadium der meist schleichend beginnenden Erkrankung, löst der erhöhte Blutzuckerspiegel eine gesteigerte Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse aus. Durch den erhöhten Insulinspiegel im Blut können die Zellen auch noch eine Weile zur Aufnahme der Glucose gebracht werden. Diese erhöhte Produktion erschöpft sich jedoch mit der Zeit, und über das Zwischenstadium des sog. „Prädiabetes“ ensteht ein Typ-2 Diabetes. Sind die Betazellen der Bauchspeicheldrüse vollständig erschöpft, muss schließlich auch der Typ-2 Diabetiker pharmazeutisch hergestelltes/künstliches Insulin spritzen. Doch soweit muss es nicht kommen. Erfahren Sie im my-diabetes Online-Kurs, wie Sie dafür sorgen können, dass Ihr körpereigenes Insulin wieder besser wirkt.

Das folgende Video zeigt eindrucksvoll, wie es zur Fehlregelung des Zuckerhaushaltes kommt. (Bitte bachten Sie, dass dieses Video nicht von my-diabetes.de erstellt, sondern von Dritten auf der Videoplattform Youtube zur Verfügung gestellt wurde. Alles über die Zuckerkrankheit und den richtigen Umgang mit Diabetes mellitus Typ 2 erfahren Sie im my-diabetes Online-Kurs.)

Anders als beim Typ-1 Diabetes, bei dem schon frühzeitig der Insulinmangel auftritt, ist beim Typ-2 Diabetes zu Beginn der Erkrankung noch ausreichend Insulin vorhanden. In dieser Phase kann der Diabetes verzögert oder gar noch verhindert werden, selbst, wenn bereits Prädiabetes vorliegt. Wenn es gelingt, die Insulinresistenz zu reduzieren, kann wieder Glukose von den Zellen aufgenommen werden, und der Blutzuckerspiegel sinkt. Die wichtigste Maßnahme in der Therapie des Typ-2 Diabetes ist die Umstellung der Lebensgewohnheiten hin zu einem gesunden, aktiven Lebensstil.

Redaktion: my-diabetes.de
Medizinische Fachredaktion und Lektorat: Amelie Knauss (Ärztin)
Letzte Aktualisierung: Juli 2011

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