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Diabetes – was ist das? Die Grundlagen

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist auch die Bezeichnung „Zuckerkrankheit“ verbreitet. Der medizinische Fachbegriff Diabetes mellitus umfasst dabei unterschiedliche Krankheitsbilder. Die drei häufigsten Diabetesformen sind:

  • Diabetes Typ-2 (etwa 90-95% der Erkrankungen)
  • Diabetes Typ-1
  • Schwangerschaftsdiabetes

 

Erhöhter Blutzucker bei allen Diabetesformen

Alle Formen haben eines gemeinsam: Die Blutzuckerwerte der Betroffenen sind zu hoch. Was bedeutet das?

Mit unserer Nahrung nehmen wir unter anderem auch Kohlenhydrate zu uns, ein Sammelbegriff für Nahrungsbestandteile, die z.B. in Brot, Teigwaren, Reis, Kartoffeln, Obst, Süßwaren etc. enthalten sind. Diese werden während der Verdauung in Zuckerbausteine aufgespalten.

Nahrung zerfällt zu Glukose in der Verdauung

Verdauungsprozess - Ausschnitt aus dem my-diabetes Online-Kurs

Einer dieser Zuckerbausteine ist die Glukose. Sie ist der wichtigste Energielieferant für unseren Körper. Deshalb muss zu jeder Zeit eine bestimmte Menge an Glukose im Blut, d.h. eine bestimmte Menge an Blutzucker, vorhanden sein.

 

Glukose – Energiequelle unseres Körpers

Unsere Körperzellen nutzen die Glukose als Energiequelle. Das können Sie aber nur mithilfe eines Hormons, dem Insulin. Insulin ist für unseren Stoffwechsel extrem wichtig, weil es dafür sorgt, dass die Glukose in unsere Zellen gelangt. Man kann sich Insulin als Schlüssel vorstellen. Mit diesen Schlüsseln können unsere Körperzellen geöffnet werden, so dass die im Blut zirkulierende Glukose in die Zellen gelangt.

 

 

Wenn der Zucker krank macht – Diabetes Mellitus oder die Zuckerkrankheit

Funktioniert die Verwertung (Verstoffwechselung) der Glukose durch die Körperzellen nicht mehr gut (Stoffwechselstörung), so kann dies – um im Bild des Schlüsselsystems zu bleiben – zwei Gründe haben: Entweder sind nicht genügend bzw. gar keine Schlüssel vorhanden, oder aber die Schlösser der Körperzellen haben sich verändert und passen nicht (mehr) zu den Schlüsseln. Der erste Fall beschreibt den Insulinmangel, der typisch für den Diabetes Typ-1 ist. Im zweiten Fall liegt eine sog. Insulinresistenz vor, welche den Diabetes Typ-2 kennzeichnet. Beim fortgeschrittenen Diabetes Typ-2 kann sich auch ein Insulinmangel entwickeln. Entweder ist also kein bzw. nicht ausreichend Insulin vorhanden, oder das Insulin kann an den Körperzellen nicht richtig wirken.

 

Zuckerkrankheit – zu viel Zucker im Blut

Als Folge steigt in beiden Fällen der Blutzuckerspiegel, also der Gehalt von Glukose im Blut an. Es besteht dann ein Überangebot an Glukose, aber der Körper hat keine Möglichkeit, diese Glucose in Energie umzuwandeln. Der erhöhte Blutzuckerspiegel kann auf den Körper verheerende Folgen haben. Die hohe Glukosekonzentration im Blut schädigt die Blutgefäße, und dies kann zu Folgekrankheiten an nahezu allen Organsystemen führen. Neben diesen eher längerfristigen Folgen kann der erhöhte Blutzuckerspiegel auch zu Akutkomplikationen (z.B. Diabetisches Koma) führen.

Redaktion: my-diabetes.de
Medizinische Fachredaktion und Lektorat: Amelie Knauss (Ärztin)
Letzte Aktualisierung: Juli 2011

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